Lastrahmen

Aus Lexikon der Kunststoffprüfung
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Lastrahmen

Lastrahmen für Materialprüfmaschinen gibt es in verschiedenartigen konstruktiven Ausführungen. Nach der Art der Aufstellung unterscheidet man zwischen stehenden und liegenden Prüfmaschinen. Stehende Prüfmaschinen gibt es als Tischausführung und Standardausführung (siehe Bild). In Abhängigkeit von der Nennlast der Prüfmaschine und der geforderten Steifigkeit (siehe: Maschinennachgiebigkeit) existieren Ein-, Zwei- und Viersäulenvarianten der Lastrahmen. Die Lastrahmen können dabei als überhohe Systeme, z. B. in der Textilprüfung sowie bei Adaption einer Temperierkammer, oder überbreite Maschinen, z. B. für Bauteil- oder Komponentenprüfung, gebaut werden.

Bild: Materialprüfmaschinen als Tischmodell mit 0,5 bis 20 kN-Lastrahmen (rechts) und Standausführung (links) (Werksfotos der Fa. Zwick Z020)

Ein modernes Lastrahmendesign wird z. B. bei der Fa. Zwick mit einem patentierten biegesteifen Hohlkammerprofil mit Führungszylinder realisiert, wodurch eine große Flexibilität bei Einsatz der Leichtbauweise erreicht wird. Für die Kunststoffprüfung und die mechanische Charakterisierung von Verbundwerkstoffen (GFK und CFK) sind in der Regel Prüfmaschinen mit Nennlasten von 200 kN ausreichend dimensioniert. Größere Universalprüfmaschinen im MN-Bereich müssen vom Gebäudefundament entkoppelt werden, um den elastischen Stoß beim Bruch von Prüfkörpern verlustfrei abzufangen.


Literaturhinweis

  • Dripke, M., Michalzik, G., Bloching, H., Fahrenholz, H.: Mechanische Prüfverfahren und Kenngrößen – kompakt und verständlich. Band 1: Der Zugversuch bei quasistatischer Beanspruchung, Castell Verlag GmbH, Wuppertal (2002), S. 56–57 (ISBN 3-934255-50-7; siehe AMK-Büchersammlung unter C 14)
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