Zum Inhalt springen

Peelkraft

Aus Lexikon der Kunststoffprüfung
Version vom 28. August 2026, 07:38 Uhr von Oluschinski (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Sprachauswahl/Language selection
This article is also available in english language Peel Force
Ein Service der
Polymer Service GmbH Merseburg
Tel.: +49 3461 30889-50
E-Mail: info@psm-merseburg.de
Web: https://www.psm-merseburg.de
Unser Weiterbildungsangebot:
https://www.psm-merseburg.de/weiterbildung
PSM bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Polymer Service Merseburg

Peelkraft

Definition der Peelkraft

Als Peelkraft wird die mittlere Kraft bezeichnet, die notwendig ist, um ein Peelsystem wieder zu trennen. Bei dem während des Peeltests (T-Peeltest oder Fixed-Arm-Peeltest) registrierten Peelkraft-Bruchweg-Diagramm (Bild 1) wird das sich ausbildende charakteristische Plateau der Peelkurve zwischen 20 % und 80 % des Bruchweges lB zur Bestimmung der Messgröße Peelkraft Fpeel herangezogen, die als Mittelwert der auftretenden Kräfte in diesem Bereich definiert ist.

Bild 1: Peelkraft-Bruchweg-Diagramm (Peelkurve) aus dem Peeltest, Fpeel – Peelkraft; lB – Bruchweg; EG – Gesamtpeelenergie

Peelkraft bei Variation der Folienzusammensetzung

Beispielsweise wird die Peelkraft beim Peelsystem Polyethylen niederer Dichte geblendet mit isotaktischem Polybuten-1 (Kurzzeichen: PE-LD/iPB-1) maßgeblich durch die Zusammensetzung des Polymerblends beeinflusst. Als Ergebnis des T-Peeltests ist in Bild 2 die Peelkraft in Abhängigkeit des iPB-1-Gehaltes dargestellt. Die Peelkraft vermindert sich exponentiell mit zunehmendem iPB-1-Gehalt. Diese Abhängigkeit wird bei der gezielten Einstellung des PE-LD/iPB-1-Peelsystems zugrunde gelegt.

Bild 2: Einfluss des Masseanteils an iPB-1 auf die Peelkraft

Siehe auch

Literaturhinweise