Aus Lexikon der Kunststoffprüfung
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Phasengrenzfläche

Grenzen Volumenbereiche unterschiedlicher Struktur und/oder verschiedener Zusammensetzung (unterschiedliche Phasen) aneinander, so entstehen Phasengrenzflächen. Die Fläche zwischen den Phasen wird als Grenzfläche bezeichnet. Eine besondere Grenzfläche ist die Oberfläche fester Körper, die an die Luft grenzt (d. h. Phasengrenze fest/gasförmig).
Haben zwei Phasen nur einwenig unterschiedliche Struktur, so kann die eine Struktur in die andere übergehen (bei kristallinen Strukturen entsteht eine Gitterverzerrung). Die Grenzfläche wird als kohärent bezeichnet. Sind die Unterschiede in den Strukturen größer, liegt eine teilkohärente Grenzfläche vor. Sind die aneinander grenzenden Phasen in ihrem Aufbau so unterschiedlich, dass keine Anpassung mehr erfolgen kann, dann ist die Grenzfläche inkohärent. Die Energie einer Grenzfläche nimmt vom kohärenten zum inkohärenten Zustand zu.


Literaturhinweis

  • Schatt, W.: (Hrsg.): Einführung in die Werkstoffwissenschaft. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig (1975) 2. Auflage, S. 81 (siehe AMK-Büchersammlung unter L 3-1)