Traversengeschwindigkeit: Unterschied zwischen den Versionen
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==Die Traverse als Bauteil von Universalprüfmaschinen== | |||
Universalprüfmaschinen (siehe: [[Materialprüfmaschine]]) besitzen in der Regel zwei mechanische Träger, die zur Befestigung von Kraftmessdosen (siehe: [[Elektro-Mechanischer Kraftaufnehmer]] und [[Piezoelektrischer Kraftaufnehmer]]), Aufnahmevorrichtungen und [[Prüfkörpereinspannung|Einspannklemmen]] dienen. Der unbewegliche Träger wird als Querhaupt bezeichnet, und der sich nach oben oder unten bewegende Träger ist die Traverse. Die Traverse verbindet bei elektromechanischen Prüfmaschinen die drehbaren Spindeln (i. allg. eine, zwei oder vier) miteinander (siehe: [[Lastrahmen]]) und kann auch zur Befestigung von Zusatzgeräten wie z. B. speziellen [[Zugversuch#Zugversuch.2C_Wegmesstechnik|Dehnungsmesssystemen]] genutzt werden. | |||
Bei [[servohydraulische Prüfmaschine|hydraulischen Prüfmaschinen]] für dynamische oder Hochgeschwindigkeitsprüfungen (siehe: [[Dehnrate Grundlagen]]) ist die Traverse in der Regel direkt mit dem Hydraulikzylinder verbunden. | |||
Bei [[servohydraulische Prüfmaschine|hydraulischen Prüfmaschinen]] für dynamische oder Hochgeschwindigkeitsprüfungen (siehe [[Dehnrate Grundlagen]]) ist die Traverse in der Regel direkt mit dem Hydraulikzylinder verbunden. | |||
==Definition der Traversengeschwindigkeit== | |||
Die [[Geschwindigkeit]] mit der sich die Traverse bewegt, wird als Traversengeschwindigkeit bezeichnet und entspricht damit einem Basisregelkreis der Universalprüfmaschine. Das bedeutet, dass die Geschwindigkeit unabhängig von der Prüfkraft konstant bleiben muss. | Die [[Geschwindigkeit]] mit der sich die Traverse bewegt, wird als Traversengeschwindigkeit bezeichnet und entspricht damit einem Basisregelkreis der Universalprüfmaschine. Das bedeutet, dass die Geschwindigkeit unabhängig von der Prüfkraft konstant bleiben muss. | ||
Man unterscheidet prinzipiell in [[Antriebe für Materialprüfmaschinen#Elektromechanischer Antrieb |elektromechanische Universalprüfmaschinen]] für [[Quasistatische Prüfverfahren|quasistatische Prüfungen]] und servohydraulische Prüfmaschinen für dynamische bzw. schwingende Beanspruchung oder [[Hochgeschwindigkeitszugversuch|Hochgeschwindigkeitsversuche]], wobei auf dem Markt auch Hybridsysteme (siehe [[Materialprüfmaschine]]) angeboten werden. | Man unterscheidet prinzipiell in [[Antriebe für Materialprüfmaschinen#Elektromechanischer Antrieb |elektromechanische Universalprüfmaschinen]] für [[Quasistatische Prüfverfahren|quasistatische Prüfungen]] und servohydraulische Prüfmaschinen für dynamische bzw. schwingende [[Beanspruchung]] (siehe: Ermüdung) oder [[Hochgeschwindigkeitszugversuch|Hochgeschwindigkeitsversuche]], wobei auf dem Markt auch Hybridsysteme (siehe: [[Materialprüfmaschine]]) angeboten werden. | ||
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Eine Übersicht über die in diesem WIKI- | ==Begriffsabgrenzung== | ||
Eine Übersicht über die in diesem [[Startseite|WIKI-Lexikons]]: "[[Kunststoffprüfung]] und [[Kunststoffdiagnostik|Diagnostik]]" verwendete Begriffsvielfalt ist unter [[Geschwindigkeit]] aufgeführt. | |||
==Siehe auch== | |||
*[[Prüfgeschwindigkeit]] | |||
*[[Deformationsgeschwindigkeit]] | |||
*[[Verformungsgeschwindigkeit]] | |||
*[[Dehnrate Grundlagen]] | |||
*[[Dehnrate Applikationen]] | |||
==Literaturhinweise== | |||
* DIN EN ISO 14129 (1998-02): Faserverstärkte Kunststoffe – Zugversuch an 45°-Laminaten zur Bestimmung der Schubspannungs/Schubverformungs-Kurve des Schubmoduls in der Lageebene | * DIN EN ISO 14129 (1998-02): Faserverstärkte Kunststoffe – Zugversuch an 45°-Laminaten zur Bestimmung der Schubspannungs/Schubverformungs-Kurve des Schubmoduls in der Lageebene | ||
* DIN EN ISO 11339 ( | * DIN EN ISO 11339 (2022-05): Klebstoffe – T-Schälprüfung für geklebte Verbindungen aus flexiblen Fügeteilen | ||
* [[Bierögel, Christian|Bierögel, C.]]: Quasistatische Prüfverfahren. In [[Grellmann,_Wolfgang|Grellmann, W.]], [[Seidler,_Sabine|Seidler, S.]] (Hrsg.): Kunststoffprüfung. Carl Hanser Verlag, München ( | * [[Bierögel, Christian|Bierögel, C.]]: Quasistatische Prüfverfahren. In [[Grellmann,_Wolfgang|Grellmann, W.]], [[Seidler,_Sabine|Seidler, S.]] (Hrsg.): Kunststoffprüfung. Carl Hanser Verlag, München (2025) 4. Auflage, S. 106–151 (ISBN 978-3-446-44718-9; E-Book: ISBN 978-3-446-48105-3; siehe [[AMK-Büchersammlung]] unter A 23) | ||
[[Kategorie:Geschwindigkeit]] | [[Kategorie:Geschwindigkeit]] | ||
Aktuelle Version vom 28. August 2026, 10:36 Uhr
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Traversengeschwindigkeit
Die Traverse als Bauteil von Universalprüfmaschinen
Universalprüfmaschinen (siehe: Materialprüfmaschine) besitzen in der Regel zwei mechanische Träger, die zur Befestigung von Kraftmessdosen (siehe: Elektro-Mechanischer Kraftaufnehmer und Piezoelektrischer Kraftaufnehmer), Aufnahmevorrichtungen und Einspannklemmen dienen. Der unbewegliche Träger wird als Querhaupt bezeichnet, und der sich nach oben oder unten bewegende Träger ist die Traverse. Die Traverse verbindet bei elektromechanischen Prüfmaschinen die drehbaren Spindeln (i. allg. eine, zwei oder vier) miteinander (siehe: Lastrahmen) und kann auch zur Befestigung von Zusatzgeräten wie z. B. speziellen Dehnungsmesssystemen genutzt werden.
Bei hydraulischen Prüfmaschinen für dynamische oder Hochgeschwindigkeitsprüfungen (siehe: Dehnrate Grundlagen) ist die Traverse in der Regel direkt mit dem Hydraulikzylinder verbunden.
Definition der Traversengeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit mit der sich die Traverse bewegt, wird als Traversengeschwindigkeit bezeichnet und entspricht damit einem Basisregelkreis der Universalprüfmaschine. Das bedeutet, dass die Geschwindigkeit unabhängig von der Prüfkraft konstant bleiben muss. Man unterscheidet prinzipiell in elektromechanische Universalprüfmaschinen für quasistatische Prüfungen und servohydraulische Prüfmaschinen für dynamische bzw. schwingende Beanspruchung (siehe: Ermüdung) oder Hochgeschwindigkeitsversuche, wobei auf dem Markt auch Hybridsysteme (siehe: Materialprüfmaschine) angeboten werden.
| Materialprüfmaschine | Traversengeschindigkeit |
|---|---|
| Quasistatische Prüfung | 10-3 mm min-1 bis 1.000 mm min-1 |
| Schnellzugprüfung | 5 m s-1 bis 80 m s-1 |
Begriffsabgrenzung
Eine Übersicht über die in diesem WIKI-Lexikons: "Kunststoffprüfung und Diagnostik" verwendete Begriffsvielfalt ist unter Geschwindigkeit aufgeführt.
Siehe auch
- Prüfgeschwindigkeit
- Deformationsgeschwindigkeit
- Verformungsgeschwindigkeit
- Dehnrate Grundlagen
- Dehnrate Applikationen
Literaturhinweise
- DIN EN ISO 14129 (1998-02): Faserverstärkte Kunststoffe – Zugversuch an 45°-Laminaten zur Bestimmung der Schubspannungs/Schubverformungs-Kurve des Schubmoduls in der Lageebene
- DIN EN ISO 11339 (2022-05): Klebstoffe – T-Schälprüfung für geklebte Verbindungen aus flexiblen Fügeteilen
- Bierögel, C.: Quasistatische Prüfverfahren. In Grellmann, W., Seidler, S. (Hrsg.): Kunststoffprüfung. Carl Hanser Verlag, München (2025) 4. Auflage, S. 106–151 (ISBN 978-3-446-44718-9; E-Book: ISBN 978-3-446-48105-3; siehe AMK-Büchersammlung unter A 23)
