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Goodyear, Charles Nelson: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Lexikon der Kunststoffprüfung
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Über die Menge des eingesetzten Schwefels können die Eigenschaften zielgerichtet eingestellt werden (siehe: [[Gummielastizität]]). Im Jahre 1850 begann die Herstellung von Hartgummi, der bis zu 20 % Schwefel enthalten kann.
Über die Menge des eingesetzten Schwefels können die Eigenschaften zielgerichtet eingestellt werden (siehe: [[Gummielastizität]]). Im Jahre 1850 begann die Herstellung von Hartgummi, der bis zu 20 % Schwefel enthalten kann.


Die wissenschaftliche Durchdringung der Problematik gelang erst Jahre später dem Chemiker Hermann Staudinger (1881–1965), der als Begründer der Chemie der Makromoleküle gilt. Staudinger prägte 1922 den Begriff des Makromoleküls. Für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Polymerwissenschaften erhielt er 1953 den Nobelpreis für Chemie.
Die wissenschaftliche Durchdringung der Problematik gelang erst Jahre später dem Chemiker Hermann Staudinger (1881–1965), der als Begründer der Chemie der Makromoleküle (siehe auch: [[Kunststoffe – Aufbau]]) gilt. Staudinger prägte 1922 den Begriff des Makromoleküls. Für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der [[Werkstoffwissenschaft & Kunststoffe|Polymerwissenschaften]] erhielt er 1953 den Nobelpreis für Chemie.


==Siehe auch==
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*[[Elastomere]]
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*[[Vulkanisation]]
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*[[Gummielastizität]]
*[[Vernetzungsgrad Elastomere]]
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*[[Kunststoffe – Aufbau]]


 
==Literaturhinweise==
'''Literaturhinweise'''


* Heimlich, S.: Portraits in Plastik – Pioniere des polymeren Zeitalters. Hoppenstedt Publishing (1998), ISBN 978-3-935772-06-8
* Heimlich, S.: Portraits in Plastik – Pioniere des polymeren Zeitalters. Hoppenstedt Publishing (1998), ISBN 978-3-935772-06-8
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* [[Kausch,_Hans-Henning|Kausch-Blecken von Schmeling, H.-H.]]: Halle – Zürich – Freiburg: Hermann Staudinger und das Konzept der Makromoleküle. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, GDCh-Vortragsreihe Jacob-Vollhard-Hörsaal (Experimentalhörsaal der Chemie), 19. Dezember 2012 [https://www.polymerservice-merseburg.de/fileadmin/inhalte/psm/veroeffentlichungen/Kausch_Vortrag_2012_Halle.pdf Download als pdf]
* [[Kausch,_Hans-Henning|Kausch-Blecken von Schmeling, H.-H.]]: Halle – Zürich – Freiburg: Hermann Staudinger und das Konzept der Makromoleküle. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, GDCh-Vortragsreihe Jacob-Vollhard-Hörsaal (Experimentalhörsaal der Chemie), 19. Dezember 2012 [https://www.polymerservice-merseburg.de/fileadmin/inhalte/psm/veroeffentlichungen/Kausch_Vortrag_2012_Halle.pdf Download als pdf]


==Weblinks==
==Weblink==


&blacksquare; [https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Goodyear Wikipedia – Die freie Enzyklop&auml;die]  
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Goodyear Wikipedia – Die freie Enzyklop&auml;die] (Zugriff am 22.01.2026)


[[Kategorie:Werkstoffwissenschaftler Polymerwissenschaftler]]
[[Kategorie:Werkstoffwissenschaftler Polymerwissenschaftler]]

Aktuelle Version vom 27. August 2026, 13:07 Uhr

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Goodyear, C. N.


Biographie

Charles Nelson Goodyear (1800-1860) war ein US-amerikanischer Chemiker, Erfinder und Unternehmer. Er gilt als Entdecker der Vulkanisation zur Vernetzung von Kautschuk. Bei der Vulkanisation wird Rohkautschuk mit 3 bis 5 % Schwefel verknetet und dann bei Temperaturen von ca. 140 °C erhitzt. Der Begriff der Vulkanisation leitet sich von den Vulkanen ab, bei denen Schwefel und Hitze eine dominierende Rolle spielen.

Die Erfindung der Vulkanisation ist nicht das Ergebnis systematischer Forschung mit Versuchsreihen, sondern eher als schierer Zufall entstanden. Der Überlieferung nach fiel eine Schwefel-Kautschuk-Mischung auf eine heiße Herdplatte, und das Ergebnis war eine trockene und dauerhaft elastische Substanz. Der mit Schwefel vermischte Kautschuk verwandelte sich bei Erhitzung in einen neuen Stoff, in Gummi.

Über die Menge des eingesetzten Schwefels können die Eigenschaften zielgerichtet eingestellt werden (siehe: Gummielastizität). Im Jahre 1850 begann die Herstellung von Hartgummi, der bis zu 20 % Schwefel enthalten kann.

Die wissenschaftliche Durchdringung der Problematik gelang erst Jahre später dem Chemiker Hermann Staudinger (1881–1965), der als Begründer der Chemie der Makromoleküle (siehe auch: Kunststoffe – Aufbau) gilt. Staudinger prägte 1922 den Begriff des Makromoleküls. Für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Polymerwissenschaften erhielt er 1953 den Nobelpreis für Chemie.

Siehe auch

Literaturhinweise

  • Heimlich, S.: Portraits in Plastik – Pioniere des polymeren Zeitalters. Hoppenstedt Publishing (1998), ISBN 978-3-935772-06-8
  • Slack, Charles: Noble Obsession: Charles Goodyear, Thomas Hancock, and the Race to Unlock the Greatest Industrial Secret of the Nineteenth Century. Hyperion Press, 1st edition (August 2002)
  • Kausch-Blecken von Schmeling, H.-H.: Halle – Zürich – Freiburg: Hermann Staudinger und das Konzept der Makromoleküle. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, GDCh-Vortragsreihe Jacob-Vollhard-Hörsaal (Experimentalhörsaal der Chemie), 19. Dezember 2012 Download als pdf

Weblink