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Transmission Licht: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Lexikon der Kunststoffprüfung
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==Grundlagen der Transmission des Lichtes==
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Beim Auftreffen einer elektromagnetischen Welle auf eine [[Phasengrenzfläche|Grenzfläche]] wird diese teilweise in das Material eindringen (Transmission) und in Abhängigkeit von dem Materialeigenschaften partiell an der Grenz- oder [[Oberfläche]] reflektiert ([[Reflexion Licht|Reflexion]]). In dem Material kann diese Welle einer Absorption unterliegen, wobei sich die Intensität I<sub>0</sub> der einfallenden Welle auf den Wert I (d) vermindert ('''Bild 1b''' – rote Kurve). Bei einem Werkstoff ohne Absorptions- und Streuverluste wird sich unter Vernachlässigung der Reflexion oder [[Remission Licht|Remission]] die blaue Linie in '''Bild 1b''' einstellen. Als [[Kennwert]] der Transmission wird der Transmissionsgrad genutzt, der den Anteil des einfallenden Lichts beschreibt, der ein transparentes Werkstück durchdringt.
Beim Auftreffen einer elektromagnetischen Welle auf eine [[Phasengrenzfläche|Grenzfläche]] wird diese teilweise in das [[Werkstoff & Material|Material]] eindringen (Transmission) und in Abhängigkeit von dem Materialeigenschaften partiell an der Grenz- oder [[Oberfläche]] reflektiert ([[Reflexion Licht|Reflexion]]). In dem Material kann diese Welle einer Absorption unterliegen, wobei sich die Intensität I<sub>0</sub> der einfallenden Welle auf den Wert I (d) vermindert ('''Bild 1b''' – rote Kurve). Bei einem [[Werkstoff & Material|Werkstoff]] ohne Absorptions- und Streuverluste wird sich unter Vernachlässigung der Reflexion oder [[Remission Licht|Remission]] die blaue Linie in '''Bild 1b''' einstellen. Als [[Kennwert]] der Transmission wird der Transmissionsgrad genutzt, der den Anteil des einfallenden Lichts beschreibt, der ein transparentes Werkstück durchdringt.


[[Datei:Transmission_Licht1.jpg]]
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==Der spektrale Transmissionsgrad==
==Der spektrale Transmissionsgrad==


Bei der Bewertung der optischen Eigenschaften von Werkstoffen wird nur die Energieaufteilung des Lichtes betrachtet. Da diese Aufteilung von der Wellenlänge &lambda; abhängt, wird sie durch spektrale (wellenlängenabhängige) [[Werkstoffkennwert]]e beschrieben. Der spektrale Transmissionsgrad &tau; (&lambda;) ist das Verhältnis von transmittiertem (&Phi;<sub>e&lambda;</sub>)&tau; und einfallendem spektralen Strahlungsfluss &Phi;<sub>e&lambda;</sub>, welches die Durchlässigkeit oder Transparenz eines Materials kennzeichnet. Der Kehrwert der Transmission wird als Opazität oder in logarithmischer Einheit als Extinktion bezeichnet.<br>
Bei der Bewertung der optischen Eigenschaften von Werkstoffen wird nur die Energieaufteilung des Lichtes betrachtet. Da diese Aufteilung von der Wellenlänge &lambda; abhängt, wird sie durch spektrale (wellenlängenabhängige) [[Werkstoffkenngröße]]n beschrieben. Der spektrale Transmissionsgrad &tau; (&lambda;) ist das Verhältnis von transmittiertem (&Phi;<sub>e&lambda;</sub>)&tau; und einfallendem spektralen Strahlungsfluss &Phi;<sub>e&lambda;</sub>, welches die Durchlässigkeit oder Transparenz eines Materials kennzeichnet. Der Kehrwert der Transmission wird als Opazität oder in logarithmischer Einheit als Extinktion bezeichnet.<br>
Die Transmissionsgrade werden zumeist mit Spektralphotometern gemessen. Die meisten ungefüllten und unverstärkten amorphen [[Kunststoffe]] sind im sichtbaren Licht transparent, d. h. sie weisen keine oder eine vernachlässigbare [[Absorption Licht|Absorption]] auf. Werden allerdings Farbstoffe, Wärmestabilisatoren oder UV-Stabilisatoren zugesetzt, dann ändert sich die registrierte Transmission erheblich [2].
Die Transmissionsgrade werden zumeist mit Spektralphotometern [[Messen|gemessen]]. Die meisten ungefüllten und unverstärkten amorphen [[Kunststoffe]] sind im sichtbaren Licht transparent, d. h. sie weisen keine oder eine vernachlässigbare [[Absorption Licht|Absorption]] auf. Werden allerdings Farbstoffe, Wärmestabilisatoren oder UV-Stabilisatoren zugesetzt, dann ändert sich die registrierte Transmission erheblich [2].


==Siehe auch==
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*[[Brechzahl]]
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*[[Glanzmessung]]
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==Literaturhinweise==
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Aktuelle Version vom 28. August 2026, 10:35 Uhr

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Transmission Licht

Grundlagen der Transmission des Lichtes

Beim Auftreffen einer elektromagnetischen Welle auf eine Grenzfläche wird diese teilweise in das Material eindringen (Transmission) und in Abhängigkeit von dem Materialeigenschaften partiell an der Grenz- oder Oberfläche reflektiert (Reflexion). In dem Material kann diese Welle einer Absorption unterliegen, wobei sich die Intensität I0 der einfallenden Welle auf den Wert I (d) vermindert (Bild 1b – rote Kurve). Bei einem Werkstoff ohne Absorptions- und Streuverluste wird sich unter Vernachlässigung der Reflexion oder Remission die blaue Linie in Bild 1b einstellen. Als Kennwert der Transmission wird der Transmissionsgrad genutzt, der den Anteil des einfallenden Lichts beschreibt, der ein transparentes Werkstück durchdringt.

Bild 1: Transmission a) von Licht und Intensitätsverlauf b) [1] durch einen Absorber (rot) und einen idealen Transmitter (blau)

Der spektrale Transmissionsgrad

Bei der Bewertung der optischen Eigenschaften von Werkstoffen wird nur die Energieaufteilung des Lichtes betrachtet. Da diese Aufteilung von der Wellenlänge λ abhängt, wird sie durch spektrale (wellenlängenabhängige) Werkstoffkenngrößen beschrieben. Der spektrale Transmissionsgrad τ (λ) ist das Verhältnis von transmittiertem (Φ)τ und einfallendem spektralen Strahlungsfluss Φ, welches die Durchlässigkeit oder Transparenz eines Materials kennzeichnet. Der Kehrwert der Transmission wird als Opazität oder in logarithmischer Einheit als Extinktion bezeichnet.
Die Transmissionsgrade werden zumeist mit Spektralphotometern gemessen. Die meisten ungefüllten und unverstärkten amorphen Kunststoffe sind im sichtbaren Licht transparent, d. h. sie weisen keine oder eine vernachlässigbare Absorption auf. Werden allerdings Farbstoffe, Wärmestabilisatoren oder UV-Stabilisatoren zugesetzt, dann ändert sich die registrierte Transmission erheblich [2].

Siehe auch

Literaturhinweise

[1] Eichler, J., Eichler, H. J.: Laser – Bauformen, Strahlführung, Anwendungen. Springer Verlag, Berlin (2003) 5. Auflage, S. 258 (ISBN 3-540-00376-2)
[2] Trempler, J.: Optische Eigenschaften. In: Grellmann, W., Seidler, S. (Hrsg.): Kunststoffprüfung. Carl Hanser Verlag, München (2025) 4. Auflage, S. 311–343 (ISBN 978-3-446-44718-9; E-Book: ISBN 978-3-446-48105-3; siehe AMK-Büchersammlung unter A 23)