Lochbildung Folie: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 4: | Zeile 4: | ||
__FORCETOC__ | __FORCETOC__ | ||
==Allgemeine Informationen== | ==Allgemeine Informationen== | ||
Bei der [[Schadensanalyse]] an [[Thermoplaste|thermoplastischen]] Kunststoffprodukten werden sowohl Schäden durch fehlerhafte Konstruktion, Verarbeitung und Werkstoffauswahl sowie [[Fehler]] im Matrixwerkstoff und den Zuschlagstoffen oder auch Fehler, die im Gebrauch auftreten, mit Methoden der [[Kunststoffprüfung]] und [[Kunststoffdiagnostik|Diagnostik]] analysiert (siehe auch [[Schadensanalyse VDI Richtlinie 3822|Schadensanalyse an Kunststoffprodukten]], VDI Richtlinie 3822). | Bei der [[Schadensanalyse]] an [[Thermoplaste|thermoplastischen]] Kunststoffprodukten werden sowohl Schäden durch fehlerhafte Konstruktion, Verarbeitung und Werkstoffauswahl sowie [[Fehler]] im Matrixwerkstoff und den Zuschlagstoffen oder auch Fehler, die im Gebrauch auftreten, mit Methoden der [[Kunststoffprüfung]] und [[Kunststoffdiagnostik|Diagnostik]] analysiert (siehe auch: [[Schadensanalyse VDI Richtlinie 3822|Schadensanalyse an Kunststoffprodukten]], VDI Richtlinie 3822). | ||
Schäden, die während des Gebrauchs von Kunststoffprodukten entstehen, können verschiedenartige Schadensbilder hervorrufen. | Schäden, die während des Gebrauchs von Kunststoffprodukten entstehen, können verschiedenartige Schadensbilder hervorrufen. | ||
| Zeile 15: | Zeile 15: | ||
==Lochbildung an einer Biopolymerfolie== | ==Lochbildung an einer Biopolymerfolie== | ||
Ein Beispiel für das Schadensphänomen „Lochbildung“ infolge einer künstlichen Bewitterung ist in '''Bild 1''' dargestellt [1]. Eine konventionell verfügbare Biopolymerfolie (siehe [[Bio-Kunststoffe]]) mit dem Handelsnamen Mater-Bi® (Mulchfolie), einem Stärkeblend auf der Basis von Maisstärke, mit einer Dicke von 15 µm wurde einer 30 h-igen künstlichen Bewitterung unterzogen. | Ein Beispiel für das Schadensphänomen „Lochbildung“ infolge einer künstlichen Bewitterung ist in '''Bild 1''' dargestellt [1]. Eine konventionell verfügbare Biopolymerfolie (siehe: [[Bio-Kunststoffe]]) mit dem Handelsnamen Mater-Bi® (Mulchfolie), einem Stärkeblend auf der Basis von Maisstärke, mit einer Dicke von 15 µm wurde einer 30 h-igen künstlichen Bewitterung unterzogen. | ||
[[Datei:Lochbildung-1.JPG|500px]] | [[Datei:Lochbildung-1.JPG|500px]] | ||
| Zeile 25: | Zeile 25: | ||
Das '''Bild 1''' zeigt eine durch die künstliche Bewitterung geschädigte [[Oberfläche]]. Die Bildung von Löchern hat begonnen und es ist deutlich zu erkennen, dass die Schädigung an der Oberfläche der Biopolymerfolie beginnt. | Das '''Bild 1''' zeigt eine durch die künstliche Bewitterung geschädigte [[Oberfläche]]. Die Bildung von Löchern hat begonnen und es ist deutlich zu erkennen, dass die Schädigung an der Oberfläche der Biopolymerfolie beginnt. | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
| Zeile 34: | Zeile 33: | ||
*[[Instrumentierte Haftprüfung]] | *[[Instrumentierte Haftprüfung]] | ||
==Literaturhinweis== | |||
{| | {| | ||
Aktuelle Version vom 28. August 2026, 06:32 Uhr
| Ein Service der |
|---|
|
| Polymer Service GmbH Merseburg |
| Tel.: +49 3461 30889-50 E-Mail: info@psm-merseburg.de Web: https://www.psm-merseburg.de |
| Unser Weiterbildungsangebot: https://www.psm-merseburg.de/weiterbildung |
| PSM bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Polymer Service Merseburg |
Lochbildung Folie
Allgemeine Informationen
Bei der Schadensanalyse an thermoplastischen Kunststoffprodukten werden sowohl Schäden durch fehlerhafte Konstruktion, Verarbeitung und Werkstoffauswahl sowie Fehler im Matrixwerkstoff und den Zuschlagstoffen oder auch Fehler, die im Gebrauch auftreten, mit Methoden der Kunststoffprüfung und Diagnostik analysiert (siehe auch: Schadensanalyse an Kunststoffprodukten, VDI Richtlinie 3822).
Schäden, die während des Gebrauchs von Kunststoffprodukten entstehen, können verschiedenartige Schadensbilder hervorrufen. Im Rahmen des Lexikons „Kunststoffprüfung und Diagnostik“ wird das Schadensphänomen „Lochbildung“ an Beispielen aus der Bewertung des Deformations- und Bruchverhaltens von faserverstärkten Kunststoffen insbesondere an der Grenzfläche Faser/ Matrix betrachtet. Zwei Beispiele hierfür sind unter
aufgeführt.
Lochbildung an einer Biopolymerfolie
Ein Beispiel für das Schadensphänomen „Lochbildung“ infolge einer künstlichen Bewitterung ist in Bild 1 dargestellt [1]. Eine konventionell verfügbare Biopolymerfolie (siehe: Bio-Kunststoffe) mit dem Handelsnamen Mater-Bi® (Mulchfolie), einem Stärkeblend auf der Basis von Maisstärke, mit einer Dicke von 15 µm wurde einer 30 h-igen künstlichen Bewitterung unterzogen.
| Bild 1: | Lochbildung in einer Mulchfolie Mater-Bi® nach 30 h-iger künstlicher Bewitterung |
Das Bild 1 zeigt eine durch die künstliche Bewitterung geschädigte Oberfläche. Die Bildung von Löchern hat begonnen und es ist deutlich zu erkennen, dass die Schädigung an der Oberfläche der Biopolymerfolie beginnt.
Siehe auch
- Lochbildung Kunststoffe
- Folienprüfung
- Bruchverhalten
- Hybride Methoden, Beispiele
- Instrumentierte Haftprüfung
Literaturhinweis
| [1] | Monami, A., Langer, B., Grellmann, W.: Moderne Methoden der Kunststoffprüfung zur Werkstoffentwicklung und Bauteilprüfung/Modern Methods of Polymer Testing for Material Development and Testing of Components. Werkstoffprüfung 2016, Fortschritte in der Werkstoffprüfung für Forschung und Praxis 1. und 2.12. 2016, Neu-Ulm, Tagungsband S. 119–124 (ISBN 978-3-514-00830-4) |
