Zum Inhalt springen

Spannungsrissbeständigkeit

Aus Lexikon der Kunststoffprüfung
Version vom 28. August 2026, 08:52 Uhr von Oluschinski (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Ein Service der
Polymer Service GmbH Merseburg
Tel.: +49 3461 30889-50
E-Mail: info@psm-merseburg.de
Web: https://www.psm-merseburg.de
Unser Weiterbildungsangebot:
https://www.psm-merseburg.de/weiterbildung
PSM bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Polymer Service Merseburg

Spannungsrissbeständigkeit

Grundlagen

Die Spannungsrissbildung und der dem Versagen entgegenwirkende Spannungsrisswiderstand (Engl.: environmental stress cracking resistance) ist von essentieller Bedeutung für die Bewertung des Langzeitverhaltens von Kunststoffen für Behälter oder Rohre, aber auch von Klebstoffen, Korrosionsschutzschichten, Kabelummantelungen und in der Medizintechnik, insbesondere in kombinierter Beanspruchung mit Köperflüssigkeiten, Temperatur und energiereicher Strahlung, z. B. bei der Sterilisation.

Einflussfaktoren

Die Spannungsrissbeständigkeit eines Kunststoffes ist eine komplexe Eigenschaft, deren Einflussfaktoren sich hinsichtlich

differenzieren lassen.

Ausgewählte Methoden

Entsprechend dieser Vielzahl häufig komplex wirkender Einflussfaktoren und der praktischen Bedeutung des Spannungsrissverhaltens (siehe auch: Spannungsrisskorrosion) existieren zahlreiche genormte Prüfverfahren. Dabei handelt es sich vorwiegend um Normen für Prüfverfahren an Fertigteilen, wie z. B. an Rohren und Behältern.

Für den Bereich der Werkstoffentwicklung und -optimierung wurden neben diesen Fertigteilprüfverfahren Methoden entwickelt, die eine Bestimmung von Kennwerten an genormten Prüfkörpern gestatten. Die drei wichtigsten Methoden sind:

Siehe auch

Literaturhinweise

  • Bledzki, A. K., Barth, C.: Spannungsrissbeständigkeit von Polycarbonat messen. Materialprüfung 40 (1998) 404–410
  • Bajaj, P., Wright, K. D., Bernhard, K., Heil, D.: Immer den Durchblick behalten. Chemikalien- und Spannungsrissbeständigkeit von PMMA-basierten Compounds im medizinischen Umfeld. Kunststoffe 5 (2019) 40–44; PDF-Download (Zugriff am 08.06.2026)
  • DIN EN ISO 22088: Kunststoffe – Bestimmung der Beständigkeit gegen umgebungsbedingte Spannungsrissbildung (ESC)
Teil 1 (2006-11): Allgemeine Anleitung
Teil 2 (2006-11): Zeitstandzugversuch
Teil 3 (2006-11): Biegestreifenverfahren
Teil 4 (2006-11): Kugel- oder Stifteindrückverfahren
Teil 5 (2009-10): Verfahren mit konstanter Zugverformung
Teil 6 (2009-10): Verfahren mit langsamer Dehnrate